Z-Werte
Was sind Z-Werte?
Z-Werte sind berechnete Konstruktionsparameter. Zur Berechnung eines Z-Wertes können
- alle definierten Konstruktionsparameter (X, XG und G-Werte),
- bereits definierte Z-Werte,
- Messwerte der Konstruktion, die sogenannten Prozessdaten (z.B. GL, AB, TL),
- Zahlenwerte und mathematische Funktionen genutzt werden.
Definierte Z-Werte werden analog denKonstruktionsparameter X-Werte verwendet.
Eingeben und Ändern von Z-Werten
Das Eingeben oder Ändern der Z-Werte wird durch Betätigen der Funktionstaste <F11> , über Steuerungsleiste → Z-Werte
oder über Extras → Z-Wert-Liste... gestartet.
Nach Betätigen der Taste <F11> erscheint das Fenster für die Eingabe von Z-Werten (Bild 1). In der Spalte Formel erfolgt die Eingabe der Z-Werte mit Berechnungsformel und in der Spalte Text die Eingabe eines zugehörigen Kommentars. Längere Kommentare können auch in dem großen Editierfeld unterhalb der Z-Werte eingetragen werden.
Das Rechenergebnis der Modellgröße erscheint in der Spalte Wert. Nach dem Markieren eines Z-Wertes kann auch ein bereits verwendeter Z-Wert neu festgelegt werden. Nach dessen Korrektur läuft das Konstruktionsprotokoll bis zum gespeicherten Protokollschritt und der Z-Wert wird neu bestimmt.
Mit der Umschaltung auf Langformat werden auch die Werte der anderen Größen der Größentabelle
angezeigt. Die Ansicht lässt sich von Normaldarstellung
auf Differenz zur 1.Größe
oder Relativ-Differenz
umschalten. Die Reihenfolge der Größen kann zwischen der Reihenfolge laut Größentabelle
geordnet oder nach Standardgrößen gewechselt werden (Bild 2).
Zusätzlich kann die Z-Wert-Liste in die Zwischenablage kopiert oder ausgedruckt werden. In der Z-Wert-Liste wird der Protokollschritt angezeigt, in dem der Z-Wert eingegeben wurde. Ein Z-Wert kann nur dann gelöscht werden, wenn er für einen korrekten Protokollablauf nicht mehr benötigt wird. Bei Rücksetzen des Grafis-Protokolls werden auch die zum Protokollschritt gehörenden Z-Werte zurückgesetzt.
Darf beispielsweise ein Abstand nie kleiner als 100mm werden, dann legen Sie einen Z-Wert z=Ab an, geben im Feld Min den Wert 100 an und messen nach <ENTER> den Abstand. Wird der Wert tatsächlich einmal unterschritten, dann kommt eine Warnung „Warning: Min-Unterschreitung in z.=Ab“. Achten Sie auf eine geeignete Kommentierung des Z-Wertes!
Syntax (Rechtschreibung) der Z-Wert-Eingabe
- Jede Anweisung muss mit Z1= oder Z20= beginnen. Es ist zu empfehlen, die Z-Werte in der vorgegebenen aufsteigenden Reihenfolge einzugeben.
- Große und kleine Buchstaben haben gleiche Bedeutung. Leerzeichen werden ignoriert.
- Die Berechnung von Klammerausdrücken ist möglich.
- Winkel sind in Grad einzugeben (Beispiel: sin(45) für den Sinus von 45 Grad).
- Die Eingabe einer Formel wird nur bei exakter Eingabe akzeptiert.
- In Z-Wert-Berechnungen können definierte X- und G-Werte, mathematische Funktionen und Prozessdaten verwendet werden (siehe Beispiele). Ebenso ist die Verrechnung von bereits definierten Z-Werten möglich.
| + | für Addition |
| - | für Subtraktion |
| * | für Multiplikation |
| / | für Division |
| # | für Exponent |
| G6 |
G-Werte, g6=sechster Wert der aktuellen Maßtabelle
|
| X3 |
X-Werte, x3=dritter Wert der X-Wert-Tabelle des aktuellen Teiles
|
| XG5 |
X-Werte aller Teile (siehe Interaktive Oberfläche - Interaktive Konstruktionen einstellen), xg5=fünfter Wert der X-Wert-Tabelle aller Teile des Modells
|
| Z4 | Z-Wert Z4 |
| Zahlen | Zahlenwerte, wie 12; -12.0; 23.6 mit dem Punkt als Dezimalzeichen |
| Pi | die Konstante Pi (=3.1415927) |
| cos |
für Cosinus
|
| sin |
für Sinus
|
| tan |
für Tangens
|
| atn | für Arcus-Tangens |
| sqr | für Wurzel |
| btr | für Absolutbetrag |
| rnd | für Runden |
| gl |
Gesamtlänge der angepickten Linie |
|
| ab |
Abstand zweier Punkte |
|
| TL |
Teillänge |
|
| Ri | Richtung der Linie im „Pick-Punkt“ |
|
| WS | Winkel zwischen zwei Linien |
|
| WP | Winkel zwischen drei Punkten |
|
| Ax | waagerechter Abstand |
|
| Ay | senkrechter Abstand |
|
| xK | X-Koordinatenwert eines Punktes |
|
| yK | Y-Koordinatenwert eines Punktes |
|
Für die Prozessdaten gL, Ri und WS sind vorhandene Linien der Konstruktion anzuklicken. Die Bestimmung der anderen Prozessdaten erfolgt mit dem Untermenü Punktkonstruktion.
Eingabeassistent
Der Eingabeassistent erleichtert die Eingabe der Berechnungsvorschrift für den Z-Wert. Zum Öffnen des Eingabeassistenten klicken Sie auf den Button
oben im Dialog (Bild 2).
Die Prozessdaten sind über Buttons anwählbar. Im Bereich Formelelemente können alle anderen zugelassenen Operanden wie mathematische Funktionen, G-Werte der Maßtabelle, X-Werte des Teiles, Globale X-Werte oder Z-Werte des Teils ausgewählt werden. Die Auswahl wird automatisch in die Formel des Z-Wertes übernommen (Bild 3).
|
Z1= 12.3-124.3+100-33-.123 |
|
|
Z2=123.4-pi+gL+sin(Ri-Ri) |
|
|
Z3=(gL+gL)*1.05+g1/100 |
|
|
Z4=z1+x12-g2/3.5+Ab |
|
|
Z5=sqr((xK-xK)#2+(yK-yK)#2) |
Lehrsatz des Pythagoras |
|
Z6=atn(z1/z3) |
Einfügen von Z-Werten
Z-Werte können auch vor oder nach einem schon erstellten und verwendeten Z-Wert eingefügt werden. Klicken Sie auf
, um einen Z-Wert vor dem markierten Z-Wert einzufügen und auf
, um einen Z-Wert hinter dem markierten Z-Wert einzufügen.