Teile-Assistent

Wie bereits in Vererben beschrieben verläuft die Schuh-Modellentwicklung in Grafis in vier Stufen:

  • Hintergrundbild einer Leistenkopie laden
  • Interaktive Leistenkopie holen und einstellen
  • Entwicklung eines oder mehrerer Schnittentwicklungsteile mit allen benötigten Gestaltungselementen
  • Ableiten von Produktionsschnittteilen, wie Vorderteil, Rückenteil, Bund, Besätze, Belege, Futter und andere.

Das Ableiten von Produktionsschnittteilen umfasst in der Regel die folgenden sich wiederholenden Arbeitsschritte:

  • Für das Schnittteile benötigte Objekte vererben
  • Nettokontur schließen
  • Nahtzugaben ansetzen
  • Ecken schließen
  • Neue Kontursymbole setzen
  • Punktsymbole wie beispielsweise das Bohrloch setzen
  • Zugrichtung und Sonderlinien setzen und
  • Teileparameter vergeben.

Die vorhandenen Grafis-Funktionen aus den verschiedenen Grafis-Menüs sind im Teile-Assistenten genau für diese Arbeitsschritte in eigenen Kontextmenüs zusammengestellt worden. Die mit dem Teile-Assistenten ausgeführten Arbeitsschritte werden mit diesen Grafis-Funktionen protokolliert.

Mit dem Teile-Assistent verringert sich der Zeitaufwand für das Ableten von Produktionsteilen erheblich.

Nach dem Durchlaufen der bis zu 10 Kontextmenüs wechselt der Teile-Assistent auf das nächste Teil und der Anwender kann direkt mit dem Erstellen des nächsten Produktionsteiles fortsetzen.

Schrittfolge
  • leeres Teil eröffnen oder Teil mit bereits vererbten Objekten aktivieren
  • Teile-Assistent im Arbeitsbereich Verarbeitung auswählen
Falls das aktive Teil leer ist, öffnet sich das erste Kontextmenü Vererben. Falls im aktiven Teil bereits Objekte (Linien und Punkte) vorhanden sind, öffnet sich direkt das zweite Kontextmenü Nettokontur schließen.

Allgemein

In allen Kontextmenüs des Teile-Assistent en finden Sie folgende Button zum Navigieren:

Mit und wird zwischen den Kontextmenüs vor- und zurück navigiert. Sind alle Arbeitsschritte im aktiven Kontextmenü erledigt, dann wird mit (Shortcut: <F>) in das nächste Kontextmenü gewechselt. Sollten Sie beispielsweise im 10. Kontextmenü: Teileparameter feststellen, dass in einem vorhergehenden Kontextmenü noch etwas verändert werden muss, dann können Sie mit bis zu diesem Kontextmenü zurück navigieren. Die aufgezeichneten Arbeitsschritte bleiben dabei erhalten und werden beim Weiter-Navigieren wieder ausgeführt. Das gilt allerdings nur bis einschließlich dem 4. Kontextmenü: Nahtzugaben. Zurück navigieren bis zum 3. Kontextmenü: Konturbearbeitung setzt alle bisher aufgezeichneten Arbeitsschritte zurück.

Mit werden alle im aktiven Kontextmenü aufgezeichneten Arbeitsschritte zurückgesetzt. Arbeitsschritte, die in anderen Kontextmenüs aufgezeichnet wurden, bleiben bestehen.

In der Regel kann mit <TAB> zwischen den Funktionen im Kontextmenü gewechselt werden.

Mit wird das Teil im aktuellen Zustand abgelegt und der Teile-Assistent beendet.

Nachträgliche Änderungen

Vor dem Verlassen des Teiles bzw. des Teile-Assistenten kann von 4. Kontextmenü: Nahtzugaben bis 10. Kontextmenü: Teileparameter beliebig vor- und zurücknavigiert und gearbeitet werden. Bereits aufgezeichnete Arbeitsschritte in den anderen Kontextmenüs bleiben erhalten. Bei Wechsel in den 3. Kontextmenü: Konturbearbeitung oder niedriger werden alle nachfolgenden Arbeitsschritte zurückgesetzt.

Nach dem Verlassen des Teiles bzw. des Teile-Assistenten können alle im Teile-Assistenten geholten interaktiven Funktionen durch Doppelklick oder über <F12> aktiviert und eingestellt werden. Über <F12> oder Doppelklick auf die Nahtzugabe kann der 4. Kontextmenü: Nahtzugaben für dieses Teil geöffnet werden. Das Protokoll ist in der Reihenfolge der Kontextmenüs in Blöcken abgelegt. Rücksetzen des Protokolls ist somit möglich.